Dieses Paradoxon dreht sich um eine Frage, die die Kohlenstoffmärkte seit ihren Anfängen beschäftigt: Wir alle wollen „wissenschaftlich belegte“ Ergebnisse. Das Problem ist nur: Die Wissenschaft entwickelt sich weiter.
In der Wissenschaft geht es nicht um Absolutheiten. Es geht um die Überzeugungskraft der Beweislage und die Übereinstimmung der Expertenmeinungen, insbesondere wenn sich die Sozialwissenschaften mit den Naturwissenschaften überschneiden, wie es bei Methoden zur Erfassung des Waldkohlenstoffs der Fall ist. Was passiert also, wenn sich die „bahnbrechende“ Wissenschaft hinter einem Projekt als nicht ganz perfekt herausstellt?
Vor einem Jahrzehnt waren präzise Satellitendaten noch eine Seltenheit – heute sind sie an der Tagesordnung, und diese Daten vermehren sich wie Tribbles auf dem Deck des Raumschiffs Enterprise, was zu immer besseren Modellen führt.
Wir streben stets nach Perfektion, doch das führt zu einem Paradoxon: Das Festhalten an makellosen, wissenschaftlich „korrekten“ Methoden könnte den Fortschritt gänzlich zum Erliegen bringen, da die Angst vor künftiger Kritik die Umsetzung von Projekten verhindert.
Wie geht man mit dem Wissenschafts-Paradox um?
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