12. Das Freiwilligkeits-Paradox

Stellen Sie sich vor, Sie spenden 100 Dollar an eine Wohltätigkeitsorganisation. Anstatt eine Dankeskarte zu schicken, antwortet die Organisation: „Warum haben Sie nicht 200 Dollar gespendet?“ Das ist der Kern des Paradoxons der Freiwilligkeit.

Einige Unternehmen ergreifen aus eigenem Antrieb Klimamaßnahmen, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen, getrieben von ihrem Engagement für Umweltverantwortung. 

Paradoxerweise werden diese Bemühungen oft dafür kritisiert, dass sie nicht noch weiter gehen. Unternehmen hingegen, die keine freiwilligen Klimaschutzmaßnahmen ergreifen, bleiben meist unbemerkt und entgehen der Kritik.

Wenn Unternehmen dafür kritisiert werden, dass sie nicht noch mehr tun, kann dies entmutigend wirken und dazu führen, dass sie ihre freiwilligen Bemühungen eher zurückfahren, anstatt sie auszuweiten.

Wie können wir das schwierige Gleichgewicht finden zwischen der Rechenschaftspflicht von Unternehmen für offensichtliches Greenwashing und der Unterstützung derjenigen, die sich freiwillig für den Klimaschutz engagieren, auch wenn ihre Bemühungen noch nicht perfekt sind?